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Afrika goes Ungarn - der Artikel ist on!!

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last update 18.10.2004
 


Im Sofifieber nach Zambia

Lange haben wir den Traum geträumt und viele Tage und Nächte vorbereitet, zu Hause in Deutschland in unseren Köpfen und in Windhoek in Elisenheims gemütlicher Scheunenwerkstatt. Der Unimog ist extra dazu umgebaut und grundüberholt worden und sollte jetzt zeigen, was er trotz seiner über 40 Jahre auf dem Buckel noch alles kann. Unsere Karren wurden mit Hausrat für Monate und Lebensmittel für Wochen vollgeladen, inclusive einem halben Weinlager der besten südafikanischen Rebsäfte. Eines Morgens ging’s dann von Windhoek los, vier Wagen (Moggi und drei Pick-ups) und zehn Leute. Wir im Moggi fuhren schon vor dem Sonnenaufgang los, da wir mit Abstand die langsamsten waren. Kurz vor der Grenze nach Botswana bei Buitepos hatten uns die anderen schon eingeholt. Die Strecke bis nach Maun zog sich dann wie Kaugummi, die Kilometerzahlen auf den Schildern nahmen kaum ab.

Afrika kommt auf den Mog

Queen Sofi

Wir hatten vergessen, daß wir ja nach Osten fahren, der Dunkelheit entgegen, und so brachten wir die letzten zwei Stunden bis Maun im Finsteren hinter uns. Ziemlich anstrengend für den Fahrer, denn alle Furzlang ein blöder Esel stur auf der Fahrbahn. Nach einer kurzen Nacht auf der Wiese hinterm Sedia-Hotel sollte es an nächsten Tag ins Moremi gehen. Beim Tanken neben dem Rigleys-Hotel brach uns dann erst mal der Schlüssel vom geschlossenen Tankdeckel ab, was stundenlange Verzögerung mit sich zog. Die hilfsbereiten Jungs vom Workshop nebenan taten ihr bestes. Und auch auf der Nationalparkverwaltung brauchten wir Verhandlungsgeschick. Zehn Leute waren offiziell fürs Campsite im Moremi zu viel, und so deklarierten wir einfach zwei von uns als Kinder. So kamen wir erst in den späten Nachmittagsstunden los, kämpften uns durch die Sandlöcher auf schmalen Pfaden über Third Bridge bis zum Xakanaxa-Camp-Site. Die letzten Meter auch schon wieder durch die Dunkelheit, kein Späßchen mit einem dicken Unimog im Busch. Hier erst mal ein paar Tage Pause, dann gemütlich weiter bis nach Savuti, ein eher ruhigerer Teil der Tour. Nach Savuti ging’s nordwärts die berühmte Sandstrecke bis zum Chobe.

Mit dem Moggi kamen wir zwar gut voran, aber bei Gegenverkehr wühlte man sich schon ganz schön in die Sandberge am Wegrand und mühsam auch wieder raus. Hier bekamen wir das erste Mal mit Spritzufuhrproblemem zu kämpfen. Die Möhre ging einfach auch. Dampfblasen und Luft in der Filteranlage und in der Leitung, irgendwas stimmte nicht. Mitten im Busch und bei Affenhitze das System entlüften, weiterfahren, dann nach ein paar Kilometern das gleiche wieder. Also bauten wir einen 20-Liter-Kanister in den Beifahrerfußraum, legten zwei Dieselleitungen und hatten somit einen guten Bypaß. Am Cobe im herrlichen Ihaha-Camp bauten wir den Tankwahlschalter mit Ventil aus, damit schien das Problem beseitigt. Der nächste Werkstattstop war dann gleich in Kasane, wo wir die Verlängerung unserer Hecktraverse am Rahmen nachschweißen ließen.

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Durchs Gerüttel auf den Bodenwellen war eine Naht gebrochen. Das nächste Highlight war dann die Zambezi-Überquerung bei Kazungula. Ausreise aus Botswana, ein Stück Straße im Grenzkontrollstreifen, endlose LKW-Staus, und man hatte das Gefühl, hier ist die Zeit stehengeblieben und nichts tat sich. Ganz vorne an der Fähranlegestelle ziemliches Chaos. Zwei Fähren lagen da, aber keine fuhr. Schnell hatte sich rumgesprochen, daß eine Fähre einen Motordefekt hatte. Und angeblich fuhr die andere aus Solidarität auch nicht, denn die eine sei aus Botswana und die andere aus Zambia. Na toll. Afrikanische Warterei im Staub und der Nachmittagssonne. Irgendwann fuhr die eine Fähre dann doch. Wir drückten uns irgendwie in die kaum zu erkennende Schlange. Kurz bevor wir an der Reihe gewesen wären, passiert es dann wieder. Bei einem Sattelschlepper riß ein Druckluftbremsschlauch, gerade dann, als er mit der Zugmaschine auf der Fähre und mit dem Auflieger noch am Land stand. Die Druckluftbremsen damit fest, wieder 100%iger Stillstand. Aber auch dieses Problem konnte irgendwie afrikanisch gelöst werden und wie ein Wunder kamen wir an diesem Tag doch noch über den Zambesi. Zambia gefiel uns gleich und die Atmosphäre gleich ganz anders als noch in Botswana. Die Leute sehr aufgeschlossen und freundlich, überall Kinder, die einem entgegengerannt kamen und winkten. Jedes Dorf lud zum Verweilen ein, aber wir hatten ja die Sonnenfinsternis im Hinterkopf. Da wir es aus Zeitgründen verworfen hatten, durch den Kafue National Park bis zu den Busanga Plains zu fahren, um den Kernschatten zu erreichen, wollten wir jetzt irgendwo nördlich von Lusaka das Schauspiel erleben.

Überall war Partystimmung, und so fanden wir uns auf einem abgemähten Feld einer großen Farm wieder, unter wolkenlosem Himmel, ready for the show. Noch mehr wie beim Millennium lebte alles nach dem Countdown, und man starrte dann nur noch in den Himmel. Der Farmer hatte den Sonnenanbetern sogar eine Felddusche gebaut, und ich ließ mir es nicht nehmen, die zweite Hälfte der Sofi unter einer afrikanischen Open-Air-Dusche zu betrachten. Somit war das Ziel erreicht und der Streß der letzten Tage fiel ab. Ab jetzt regierte wieder das Motto „Der Weg ist das Ziel“, und über Livingstone tuckerten wir wieder gen Namibia. Natürlich wieder mit kleinen Pannen, wie dem KÜHLERSYNDROM.


Fahrzeuge:
Unimog
Mogli´s Ende
Mogli´s 2. Frühling

Kühlersyndrom

Landy:
Serie 109
Defender 110




                              
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